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2007
September
27.09.2007: Besuch aus der fernen Ukraine - 5 Kameraden aus Chuguev in Deutschland
Ein gemeinschaftliches Erlebnis, dem sich in Bad Reichenhall ein zünftiges bayrisches Mittagessen anschloss. Die Fahrt nach Murrhardt ging über Ulm. Es war der erklärte Wunsch unserer ukrainischen Kameraden, einen Blumengruß am Grab von Generalfeldmarschall Erwin Rommel in Herrlingen nieder zu legen. Spät, schon in der Nacht sind wir gemeinsam am Grab dieses großen Soldaten und besonderen Menschen gestanden.

In einem kleinen Zeremoniell mit Kerzen wurde der Vergangenheit gedacht -- und wir Anwesenden haben uns versprochen nie aufeinander zu schießen oder militärische Handlungen gegen unsere Vaterländer nur gedanklich zu tolerieren. Es ist endgültig genug Leid zwischen Ost- und Westeuropa entstanden und wir brauchen keinen Krieg mehr.

Verständnis für Kultur, Religion, Geschichte und unsere Familien sind weit wichtiger - so wurde auch in den Tagen danach, es war gerade die Wahl in der Ukraine, eine Einmischung der USA oder von Russland in die entstehend junge Demokratie, als negativ beurteilt. Die Ukraine ist viel mehr Teil eines gemeinsamen Europas, Weitmehr wie "Randerscheinungen" im weiteren Südosten des Kontinents.

Am Montag besuchten wir mit unseren Gästen das Auto- und Technikmuseum Sinsheim. Ein Kameradschaftsabend im Schützenhaus in Oberrot schloss sich an. Der Schützenverein Oberrot war ein äußerst freundlicher Gastgeber und die Gäste aus der Ukraine konnten noch reichlich mit Pistolen "unbekannter Art" schießen.

Am Dienstag stand Stuttgart auf dem Programm, hierbei ging es um die Geschichte Württembergs, die sozialen Leistungen der ehem. russischen Großfürstinnen / württ. Königinnen - Olga, Katharina und Pauline sowie der Industrialisierung Württembergs - der Autoindustrie. Ein ausführlicher Besuch des Daimler-Benz-Museums war ein Erlebnis, eine besondere Verbindung zwischen Geschichte und Zukunft.

Am Mittwoch erfolgte eine offizielle Kranzniederlegung am Gedenkstein der Heimatvertriebenen zum Tag der Deutschen Einheit, Reden und Grußadressen untermauerten den festen Willen, zu einer friedlichen und freundschaftlichen Zusammenarbeit und einem Ausbau der partnerschaftlichen Kontakte. Den Landsmannschaften der Heimatvertrieben gilt hier unser besonderer Dank.

Eine Wanderung durch den Murrhardter Wald mit Grillabend rundete diesen Tag ab. Der Donnerstag war ganz der römischen Geschichte gewidmet. Führungen am Limes und im Kastell Welzheim waren organisiert, hier unterstützte der Limes-Cicerone A. Weisser (OTL a.D. NVA) mit einer perfekten, russischsprachigen Führung. Der offizielle Festabend im Gasthof Engel beendete den Tag.

Am Freitag wurde die Delegation dankenswerter Weise noch von Herrn Bürgermeister
Dr. Strobel herzlich empfangen, die Tage reflektiert und Gedanken einer
zukünftigen, weiteren Zusammenarbeit ausgetauscht. Gegen Mittag traten die
Ukrainer dann die weite Rückreise über Berlin an............ 5 Tage später waren
sie wieder gesund in der Heimat...........
Souverän und fest mit der Geschichte unsere Landes verbunden, verantwortlich und
bewusst in die Zukunft zu denken und danach zu handeln, Respekt vor dem Anderen,
- dies prägt den Gedanken unserer entstehenden Partnerschaft und
trägt in Freundschaft.
Gelernt haben wir bisher, dass Werte und Einschätzungen bisweilen sehr
"diametral verschoben" sind, selbst bei der aktiven Truppe (Bw) , gibt es noch
Menschen die aus Unkenntnis, Angst vor "dem bösen Russen" haben........ Menschen
die reflektionslos Entwicklungen aus den USA als Basis unseres Handelns in
Europa nutzen............... Wir werden weiterhin
Schritte auf Generationen und Menschen zu tun und diese der RK Murrhardt
zugewachsene Herausforderung annehmen.
Eine Unterstützung von allen Seiten ist dabei herzlich willkommen unser Demokratie ist es wert und eine moralische Verpflichtung liegt in unserer Geschichte begründet. Vielleicht steigt das Interesse an diesen Kontakten auch bei Schulen und Organisationen - eine Städtefreundschaft mit Chuguev mit seinen Zahlreichen kulturellen, sozialen und auch wirtschaftlich bedeutenden Einrichtungen ist ein Ziel und eine leise Hoffnung.
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