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2007
September
27.09.2007: Besuch aus der fernen Ukraine - 5 Kameraden aus Chuguev in Deutschland
Außergewöhnlich, spannend und von aufrechter Kameradschaft geprägt, fand vom 28.9. 2007 bis 05.10.2007 der Besuch der Militärhistorischen Gesellschaft Chuguev, bei Charkow, statt. Nach einer sehr langwierigen Anreise mit Zwischenstopps in Kiew und Wartezeiten an der polnischen (EU) Grenze, kamen die Besucher am Freitag früh gegen 07.00 Uhr an - nahezu 3000 km Fahrt hinter sich. 4 der Kameraden waren erstmalig in der EU und damit auch in Deutschland - eine andere Welt.

Die RK Murrhardt hatte ein ereignisreiches Programm für die nächsten Tage vorbereitet, auch vor dem Hintergrund, dass dieser Austausch für die Bundeswehr und den VdRBw noch nicht zu den "normalen" und alltäglichen Begegnungen zählt. Nachdem in Murrhardt die Ferienwohnung bezogen war, das Begrüßungszeremoniell vollbracht und gut gevespert war, - freuten sich alle auf die kommenden Tage. Gleich zu Beginn wurde nochmals 400 km nach Süden verlegt, nach Tirol.

Die RK Murrhardt nahm mit den Gästen am Pokalschießen der UOG Tirol teil --- nicht die Schießergebnisse zählten, sondern der kameradschaftliche Kontakt zu Soldaten und Reservisten der unterschiedlichsten Nationen. Die im Sonnenlicht gleißende und in Herbstfarben bunt schillernde Bergwelt des Inntales unterstützte diesen Tag. Dank der großzügigen und unkomplizierten Unterstützung des ÖBH, war dieser Besuch organisierbar und für den Besuch ein Eindruck wie "Europa" zusammenwächst.

Alleine der Grenzübertritt von Deutschland nach Österreich und zurück faszinierte, da die Ukrainer, egal in welche Richtung, ihr Land nur mit Visa verlassen können........ Nach diesem Aufenthalt in Tirol wurde ins Berchtesgadener Land verlegt, Ziel der Obersalzberg und das Dokumentationszentrum. Seit den ersten Kontakten zu den ukrainischen Kameraden ist der RK bewusst, dass die deutsche Geschichte in unseren freundschaftlichen Beziehungen ein diplomatisch "empfindlicher" Punkt ist.

Sehr vielschichtig und komplex, da die Ukrainer oftmals sich in Geschichte sehr detailliert auskennen, wobei tatsächlich eine Lücke zwischen 1917 und 1945 besteht, da wie die Kameraden dies selbst sagen, dieser Abschnitt in den Schulbüchern der SU nur gefärbt und propagandistisch wiedergegeben wird. Um so mehr ist die gemeinsame Geschichte und die Beurteilung aus heutiger Sicht wichtig.

Zumal eben eine Beurteilung aus heutiger Sicht eine nachträgliche darstellt und nur rudimentär bleiben kann. Emotional tief betroffen waren wir alle nach der Filmschau. Die Dokumentationsfilme sind mit Schwerpunkt in der Ukraine entstanden - so blieb manche ehrliche Regung nicht aus. Wichtig war deshalb eine gemeinsame Fahrt auf den Kehlstein und die Besteigung des Gipfels -- tatsächlich wurde der grandiose Ausblick von Allen als weiter Blick in eine hoffentlich friedliche Zukunft verstanden.

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